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Methoden

Neben verschiedenen Diätmethoden gibt es auch operative Verfahren, um das Gewicht effektiv zu
reduzieren. Hierbei unterscheidet man grundsätzlich zwischen Verfahren, die nur die
Nahrungsaufnahme einschränken, und anderen, die zusätzlich die Verdauung der aufgenommenen
Nahrung beschränken, sogenannte kombinierte Verfahren.

Verfahren, die die Nahrungsaufnahme begrenzen sind:







Kombinierte Verfahren sind:









Alle diese Eingriffe werden prinzipiell als “Schlüssellochoperation” (durch Laparoskopie) und nur in
Ausnahmefällen offen durch konventionellen Bauchschnitt durchgeführt.
Eine Ausnahme hier ist der Magenballon. Er wird ohne zu schneiden durch die Speiseröhre implantiert.

Für wen kommt ein adipositaschirurgischer Eingriff in Frage?

In einigen Fällen kann eine nicht-operative Methode durchaus geeignet sein, das Gewicht im
gewünschten und erforderlichen Umfang effektiv zu reduzieren. Es gibt jedoch auch immer Patienten,
bei denen sich der gewünschte Erfolg nur kurzfristig einstellen konnte.

In der bisher einzigen großen Studie, in welcher Adipositas-Patienten mit operativer Therapie und Patienten mit anderen Verfahren, wie verschiedenen Diäten etc., verglichen wurden, zeigen nur die operativ Behandelten deutliche und anhaltende Gewichtsverluste. Alle anderen Therapieformen waren bezüglich der Langzeitergebnisse enttäuschend.
Inzwischen wird auch in Deutschland ein adipositaschirurgischer Eingriff von der Krankenkasse übernommen, wenn in einem Kostenübernahmeantrag die Indikation eingehend geprüft und nichtoperative Verfahren erschöpfend versucht wurden. Dabei ist laut internationalem Einverständnis der verschiedenen Fachgesellschaften eine vorübergehende Gewichtsabnahme durch Diätverfahren, welche nicht gehalten werden konnte, kein Grund gegen sondern für ein operatives Verfahren.
In der, von uns speziell eingerichteten Adipositas-Sprechstunde wird geprüft, ob ein derartiger Eingriff für Sie in Frage kommen könnte. Dabei spielen Ernährungsgewohnheiten und Begleiterkrankungen eine wichtige Rolle. Zur Beurteilung werden interdisziplinär Stellungnahmen des Hausarztes, ergänzende Fachuntersuchungen, sowie eine psycho-soziale Beurteilung hinzugezogen.
Zur Indikationsprüfung gehört auch, dass sich der Patient eingehend mit der operativen Methode und den notwendigen Umstellungen der Lebensführung in wiederholten Gesprächen auseinander setzt.

Nachbehandlung

Bereits im Vorfeld erfolgt eine eingehende Ernährungsberatung interdisziplinär. Diese wird nach der Operation fortgeführt. Nach Entlassung sind regelmäßige Wiedervorstellungen geplant.
Das Magenband wird bei Bedarf radiologisch kontrolliert und der Füllungszustand gegebenenfalls korrigiert.

Welche Risiken bestehen bei adipositaschirurgischen Verfahren?

Neben den allgemeinen operativen Risiken, wie sie auch bei anderen Eingriffen bestehen, gibt es begingt durch die Methode spezielle Risiken. Dazu gehören Komplikationen des Magenbandes wie ein Verrutschen oder Durchwandern des Bandes, Störung der Nahrungspassage, Undichtigkeit etc.. Nachdem gemeinsam mit dem Patienten das individuell geeignete Verfahren ausgewählt wurde, werden die möglichen Risiken und Komplikationen in einem ausführlichen Gespräch erklärt.
Letztendlich entscheidet dann der Patient aufgrund der erhaltenen Informationen, ob er sich für einen solchen Eingriff entscheiden will.
- der Magenballon - das Magenband
Animation einer Magenband-OP
- der Schlauchmagen
Animation einer Schlauchmagen-OP
- der Magenbypass (RNY)
Animation einer Magenbypass-OP
- die Bilopankreatische Diversion mit Erhaltung des Magenpförtners (Duodenal-Switch DS) - der Omega Loop /Mini Bypass)
Animation einer Omega Loop-OP
Animation BPD-DS